Versuch über das Tunneln
T: Nichts zu machen?
V: Ich glaub es bald auch. Ich habe mich lange dagegen
gewehrt. Ich sagte mir, sei vernünftig, du hast noch nicht alles versucht. Und ich nahm den Kampf wieder auf.
T: Und?
V: Es geschieht selten.
T: Heute?
V: Die Wahrscheinlichkeit ist nicht null, aber es ist fast hoffnungslos.
Entweder wissen wir nicht wann, oder wir wissen nicht wo.
T: Sind wir am richtigen Ort, zur richtigen Zeit?
V: Irgendwann wird es jedenfalls geschehen. Die Sonne scheint ja auch.
T: Was hat das damit zu tun?
V: Nicht heiß genug dort.
Aber es passiert eben doch, sonst würde sie nicht leuchten und wir wären nicht hier.
T: So können wir unmöglich fotografieren.
V: Du hast Recht. Wir warten lieber noch.
T: Da ist die rote Birne, da ist das Papier. Wir warten jedes mal 37,5 Minuten. Und? Nichts! Komm wir gehen.
V: Uran zerfällt, Hohlraum, Doppelprisma, Expansion des Weltalls, negativer Druck. Unaufhörliche Anrufungen einer stets jungfräulichen Landschaft der Phänomene.
T: Sei ruhig.Wann können wir gehen?
V: Wann, wann. Eines Tages. Irgendeines Tages wird das Papier schwarz, eines Tages wurden wir geboren, eines Tages sterben wir, am selben Tag, im selben Augenblick. Sie gebären rittlings über dem Grabe, der Tag erglänzt einen Augenblick und dann von neuem die Nacht. Eines Tages, genügt das nicht?
T: Zieh die Hose rauf. Wir gehen.
V: Hose aus?
T: Zieh deine Hose herauf.
V: Ach so.